Stress und das Gesicht: Effektive Techniken für ein jugendliches Aussehen ohne Injektionen

von Silke Schubert

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In Deutschland, wo ein hoher Lebensstandard oft mit Leistungsdruck und ständiger Hektik einhergeht, ist Stress zum größten Feind der Schönheit geworden. Wir bemerken, wie unsere Gesichter nach einer Woche voller Deadlines abgekämpft aussehen, mit Nasolabialfalten und einem fahlen Teint. Cortisol, das Stresshormon, zerstört Hyaluronsäure und Kollagen dreimal schneller als der natürliche Alterungsprozess. Doch es gibt gute Nachrichten: Es gibt injektionsfreie Techniken, die den Cortisolspiegel senken und sogar bereits sichtbare Zeichen der Hautalterung mindern. Viele davon basieren auf alten Praktiken, angepasst an den modernen Lebensstil in München, Hamburg oder Stuttgart.

Die erste und oft unterschätzte Technik ist die Faszienmassage (oder myofasziale Entspannung). Faszien sind Bindegewebshüllen, die sich unter Stress wie eine Faust zusammenziehen und die Haut nach unten ziehen. Diese Methode wird in deutschen osteopathischen Kliniken seit Langem zur Hautverjüngung eingesetzt. Das können Sie ganz einfach zu Hause machen: Suchen Sie mit den Fingerspitzen nach empfindlichen Punkten an Ihren Schläfen, hinter den Ohren und unter den Wangenknochen. Drücken Sie jeden Punkt sanft 30 Sekunden lang und atmen Sie dabei tief in den Bauch. Sie werden spüren, wie sich Wärme in Ihrem Gesicht ausbreitet – die Faszien entspannen sich. Nach dieser Massage wirken die Nasolabialfalten feiner und die Zornesfalten zwischen den Augenbrauen gemildert. Üben Sie täglich 3–5 Minuten – der Effekt ist vergleichbar mit einer Mikrostrombehandlung.

Die zweite Technik ist Gesichtsyoga. Genau, das, bei dem man Grimassen vor dem Spiegel schneidet. Studien der Universität zu Köln haben gezeigt, dass regelmäßiges Training der Gesichtsmuskulatur deren Volumen und Spannkraft erhöht und so die Gesichtskonturen strafft. Zum Beispiel die Übung „Überraschtes Fischgesicht“: Öffnen Sie den Mund weit, spitzen Sie die Lippen und rollen Sie die Augen nach oben. Halten Sie die Position 10 Sekunden lang und wiederholen Sie die Übung 5 Mal. Oder die Übung „Ballonwangen“: Atmen Sie ein und rollen Sie die Luft von einer Wange zur anderen, während Sie mit den Muskeln Widerstand leisten. Dies stärkt die Wangenmuskulatur und beugt Hängebäckchen vor. Wichtig ist, die Übung ohne Überanstrengung durchzuführen, um keine neuen Verspannungen zu erzeugen. Am besten folgen Sie einem Video (es gibt viele deutsche Kanäle auf YouTube, zum Beispiel „Gesichtsyoga mit Heike“). Schon nach zwei Wochen wird Ihr Kinn definierter sein.

Der dritte Ansatz ist Atemübungen. Deutsche atmen oft flach, besonders im Büro, was zu Sauerstoffmangel in der Haut führt. Ohne Sauerstoff stellen die Fibroblasten die Kollagenproduktion ein. Die „Quadratatmung“: 4 Sekunden einatmen, 4 Sekunden anhalten, 4 Sekunden ausatmen, 4 Sekunden anhalten. 10 Mal wiederholen. Dies gleicht das vegetative Nervensystem aus und senkt den Cortisolspiegel in nur 5 Minuten um 25 %. Führen Sie diese Übung vor dem Auftragen von Cremes durch – die Aufnahme der Wirkstoffe wird durch die Erweiterung der Blutgefäße deutlich verbessert. In Deutschland gibt es sogar Apps mit Atemübungs-Erinnerungen (zum Beispiel „Aumio“), die an die deutsche Mentalität angepasst sind.

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