Das Leben in deutschen Städten – ob Berlin, München oder Hamburg – stellt besondere Anforderungen an die Haut. Die Temperaturen schwanken ständig: von den kalten Winden der Nordsee bis zur trockenen Luft in Büros und überfüllten U-Bahnen. Hinzu kommt, dass die Umwelt, obwohl besser als in vielen anderen Großstädten, dennoch Abgase und Feinstaub enthält. Unter diesen Bedingungen ist die klassische Dreischritt-Routine „Reinigung, Tonisierung, Feuchtigkeitspflege“ nur bedingt wirksam. Der Schlüssel zu einem strahlenden Teint liegt nicht in der Anzahl teurer Produkte, sondern im richtigen Gleichgewicht der Hautbarriere. Die Haut in Mitteleuropa passt sich schnell an die wechselnden Jahreszeiten an, benötigt aber während der Heizperiode, wenn die Luftfeuchtigkeit in Wohnungen auf 20–25 % sinkt, besondere Pflege. Hinzu kommt das harte Leitungswasser in vielen Regionen (beispielsweise ist es in Berlin und Brandenburg für seinen hohen Kalziumgehalt bekannt), und es wird verständlich, warum viele Deutsche ab 35 Jahren Anzeichen von Dehydrierung aufweisen, selbst bei fettiger Haut.
Der erste Schritt zu strahlender Haut, der selbst von erfahrenen Beauty-Fans oft übersehen wird, ist die doppelte Reinigung unter Berücksichtigung der Wasserhärte. Viele Leser in Deutschland verwenden Mizellenwasser von dm oder Rossmann, aber das reicht nicht aus. Nach einem Aufenthalt im Freien sammelt sich auf der Haut nicht nur Make-up und Talg, sondern auch Feinstaub an, der sich in einem alkalischen Milieu nur schwer entfernen lässt. Die optimale Pflegeroutine: ein feuchtigkeitsspendendes Öl oder ein Balsam (deutsche Marken wie Balea oder Alterra bieten preisgünstige Alternativen mit Jojoba- oder Sheabutter an), um Unreinheiten zu lösen, gefolgt von einem sanften Schaum mit einem pH-Wert von etwa 5,5. Der zweite Schritt ist ein saures Gesichtswasser, aber nicht täglich. In Deutschland sind Drogeriemarken wie Eucerin oder La Roche-Posay beliebt. Ihre Gesichtswasser mit Milchsäure oder PHA sind ideal für hartes Wasser, da sie Kalkablagerungen auf der Hautoberfläche neutralisieren.
