Kategorie:

Hilfreiche Tipps

Werbung

Das Leben in einer deutschen Mietwohnung bringt oft Herausforderungen mit sich, die zwar keinen Handwerker erfordern, aber aufgrund ihrer Neuartigkeit zunächst abschreckend wirken können. Dabei lassen sich viele Probleme im Haushalt in nur 10 Minuten und für wenige Euro beheben, ganz ohne auf einen Hausmeister warten zu müssen. Fangen wir mit einem tropfenden Wasserhahn an. Meistens liegt die Ursache nicht an den Leitungen, sondern an einer verschlissenen Dichtung. Drehen Sie das Wasser unter dem Waschbecken ab (die Ventile sind in der Regel blau oder rot), schrauben Sie den Strahlregler des Wasserhahns ab und ersetzen Sie die kleine Gummidichtung im Inneren. Diese erhalten Sie in jedem Baumarkt (z. B. Obi, Hornbach) für 0,50 € pro Packung. Falls das Wasser unter dem Griff tropft, ziehen Sie die Mutter mit einem Inbusschlüssel (meist 2,5 oder 3 mm) fest; auch das lässt sich in einer Minute beheben.

Ist Ihr Waschbecken oder Ihre Badewanne verstopft? Greifen Sie nicht gleich zu teurem Reinigungsgel. Versuchen Sie es zunächst mit einer mechanischen Methode: Kaufen Sie einen Pömpel für 2 Euro – er löst 80 % aller Verstopfungen. Falls das nicht hilft, geben Sie eine halbe Tasse Backpulver in den Abfluss, fügen Sie eine Tasse Essig hinzu, verschließen Sie den Abfluss für 15 Minuten und spülen Sie anschließend mit kochendem Wasser nach. Diese Reaktion weicht die organischen Ablagerungen auf. Vorbeugend können Sie einmal im Monat einen Liter kochendes Wasser in den Abfluss gießen – das löst Seifenablagerungen, die besonders in hartem Wasser häufig vorkommen. Und werfen Sie niemals Fett in den Abfluss: Sammeln Sie es in einem alten Glas und entsorgen Sie es im Restmüll.

Elektrische Probleme wirken oft schlimmer, als sie sind. Wenn eine Glühbirne durchbrennt, schrauben Sie sie heraus (nachdem Sie den Strom abgeschaltet haben!). Falls sie sich nicht lösen lässt, zerbrechen Sie nicht das Glas. Ziehen Sie Gummihandschuhe an, nehmen Sie eine rohe Kartoffel, stecken Sie sie in das zerbrochene Glas und drehen Sie – die Fassung lässt sich gefahrlos herausnehmen. Wenn die Sicherung (Sicherungen sind in älteren Häusern noch üblich) oder der Leitungsschutzschalter (in modernen Wohnungen) ausgelöst hat, ziehen Sie zuerst alle Geräte aus den Steckdosen im betroffenen Bereich und schalten Sie dann den Leitungsschutzschalter wieder ein. Löst die Sicherung erneut aus, liegt das Problem an einem der Geräte oder an einem Kurzschluss. In diesem Fall ist es ratsam, einen Elektriker zu rufen. In 90 % der Fälle reicht es jedoch aus, die Last zu reduzieren.

Pages: 1 2

Werbung

Die Küche ist das Herzstück eines deutschen Zuhauses, egal ob es sich um ein hochmodernes Küchenstudio in Berlin oder eine gemütliche kleine Küche in einem Münchner Altbau handelt. Doch gerade hier verschwenden wir die meiste Zeit und Lebensmittel, wenn wir ein paar einfache Tricks nicht kennen. Fangen wir mit der Aufbewahrung an: Wie bleiben Kräuter zwei Wochen lang frisch? Stellen Sie Petersilien-, Dill- oder Korianderbündel in ein Glas Wasser (wie einen Blumenstrauß) und decken Sie es mit einer Plastiktüte ab. Befestigen Sie die Tüte mit einem Gummiband am Glasrand. So halten sich die Kräuter im Kühlschrank bis zu drei Wochen. Lagern Sie Zwiebeln und Kartoffeln jedoch niemals nebeneinander – Zwiebeln produzieren Ethylen, wodurch Kartoffeln keimen und verderben. Kartoffeln bevorzugen einen dunklen, trockenen und kühlen Ort (Speisekammer oder Keller), Zwiebeln hingegen denselben, aber getrennt.

Der zweite wichtige Punkt ist das richtige Einfrieren. Deutsche Gefrierschränke sind oft vollgestopft, sodass es mühsam ist, ein einzelnes Stück aus einem Eisblock zu fischen. Frieren Sie Suppen und Soßen portionsweise ein (in Silikon-Muffinformen, die sich gut als kleine Pucks eignen), fein gehackte Kräuter in luftdicht verschlossenen Beuteln und Beeren lose auf einem Tablett, bevor Sie sie einfrieren. Beschriften Sie alles mit Datum und Inhalt – nach einem Monat werden Sie den Unterschied zwischen gefrorener Tomatensuppe und gefrorener Bolognese nicht mehr erkennen. Übrigens: Deutsche Supermärkte (Edeka, Rewe) bieten spezielle Gefrieretiketten an, die sich nicht ablösen.

Ein Tipp für alle, die keine Lust mehr auf Abwasch haben: Weichen Sie das Geschirr direkt nach dem Essen ein, nicht in kaltem, sondern in heißem Wasser mit ein paar Esslöffeln Essig oder Senfpulver. So löst sich selbst eingebranntes Fett. Um schwarze Ablagerungen aus einer Glasauflaufform zu entfernen, bestreuen Sie den Boden mit Backpulver, geben Sie etwas Wasser hinzu, bis eine Paste entsteht, und lassen Sie diese eine Stunde einwirken. Anschließend lässt sich der Belag leicht mit einem Schwamm entfernen. Für die Mikrowelle: Stellen Sie eine Schüssel mit Wasser und einer Zitronenscheibe hinein, schalten Sie sie auf volle Leistung und lassen Sie sie 3 Minuten laufen – der Dampf löst Flecken, und Sie können die Seiten anschließend mit einem Tuch auswischen.

Lebensmittel haltbar zu machen ist eine ganz andere Sache. Deutsche Supermärkte verkaufen oft „unperfektes“ Obst und Gemüse reduziert (z. B. hat Lidl einen „Gutes Gewissen“-Korb). Aber auch zu Hause können Sie die Haltbarkeit Ihrer Lebensmittel verlängern. Werfen Sie altes Brot nicht weg: Verarbeiten Sie es zu Paniermehl (im Mixer oder einfach gerieben) oder zu leckeren Croutons mit Knoblauch und Olivenöl. Reiben Sie alten Käse fein und verwenden Sie ihn in Aufläufen oder Pastagerichten. Grüne Kartoffeln können Sie bedenkenlos entfernen (die grünen Stellen enthalten Solanin) – der Rest ist unbedenklich, aber vermeiden Sie bittere Kartoffeln.

Pages: 1 2

Werbung

Deutsche Wohnungen, besonders in Großstädten, bieten selten beeindruckende Wohnflächen. Typischerweise haben sie hohe Decken, aber kleine Zimmer, oder sie verfügen über clevere Grundrisse, bei denen jeder Zentimeter zählt. Doch beengte Räume sind kein Grund zur Verzweiflung, sondern eine Herausforderung für Ihre Fantasie. Die erste Regel: Nutzen Sie den vertikalen Raum. Deckenregale (zum Beispiel von IKEA oder der deutschen Serie Raumplus) sind ideal für Saisonkleidung, Koffer oder Bücher, die nicht täglich benötigt werden. Im Flur hängen Sie Haken über die gesamte Wandhöhe: von Kinderrucksäcken unten bis zu Jacken oben. Im Badezimmer eignen sich Eckregale über der Toilette, die nicht im Weg sind, aber viel Platz für Shampoo und Duschgel bieten.

Der zweite Lifehack, der bei deutschen Innenarchitekten beliebt ist, sind wandelbare Möbel. Ein Klappbett, ein ausklappbarer Esstisch und ein Couchtisch mit Schubladen sind nur einige Beispiele. Sie müssen keine teuren Systeme kaufen – Sie können gewöhnliche Möbel umfunktionieren. Flache Aufbewahrungsboxen aus Kunststoff für Schuhe oder Bettwäsche passen beispielsweise perfekt unter ein Bett mit hohem Lattenrost (mindestens 30 cm). In Deutschland sind sie bei Tchibo oder Woolworths erhältlich. Eine weitere Möglichkeit: Hängeregale über der Tür – dort ist oft ungenutzter Platz, der sich für Kisten mit selten benötigten Gegenständen eignet.

Die Regel „Eine Fläche, eine Funktion“ hilft, optische Unordnung zu vermeiden. Ihre Küchenarbeitsplatte sollte nicht als Ablagefläche für Toaster, Kaffeemaschine, Brotkasten und drei Müslidosen dienen. Bewahren Sie nur Dinge auf, die Sie täglich benutzen. Verstauen Sie den Rest in Schränken. Nutzen Sie auch die Innenseiten der Schranktüren: Dort können Sie Organizer für Deckel, Gewürze und Beutel aufhängen. Im Badezimmer können Sie Magnetband an die Schranktür kleben – ideal für Nagelscheren, Nagelfeilen und kleine Behälter mit Wattepads. Deutsche Baumärkte (z. B. Obi, Hornbach) bieten spezielle Türablagen an – ein Muss für kleine Badezimmer.

Für die Aufbewahrung von Kleidung empfiehlt sich das Prinzip der vertikalen Sortierung. Statt T-Shirts zu stapeln, rollen Sie sie zusammen und stellen Sie sie senkrecht in eine Schublade – so haben Sie alles im Blick und die Stapel bleiben ordentlich. Verwenden Sie Schubladeneinsätze (die lassen sich leicht selbst aus Pappe basteln oder bei Action kaufen). Hängen Sie niemals etwas, das sich falten lässt, in den Schrank: Kleiderbügel nehmen zwei- bis dreimal so viel Platz weg wie ein ordentlicher Stapel oder eine Rolle. Für Saisonkleidung eignen sich Vakuumbeutel: Daunenjacken und Pullover lassen sich damit auf Buchgröße komprimieren. Vakuumpumpen gibt es in jedem Supermarkt, und die Beutel selbst sind sogar bei Aldi für ein paar Euro erhältlich.

Pages: 1 2

Werbung

Heiz- und Stromrechnungen in Deutschland werden immer teurer, insbesondere nach den jüngsten Preiserhöhungen. Doch selbst ohne den Anbieter zu wechseln, können Sie Ihre Kosten mit einfachen Haushaltsgewohnheiten um 30–40 % senken. Fangen wir mit dem Offensichtlichsten an: der Heizung. In deutschen Wohnungen sind die Thermostate an den Heizkörpern oft auf die Stufen 1 bis 5 eingestellt. Nur wenige wissen jedoch, dass es auch Zwischenstufen gibt. Stufe „2“ entspricht etwa 16 Grad, Stufe „3“ etwa 20 Grad. Für das Schlafzimmer reichen 17–18 Grad, für das Badezimmer 22 Grad und für das Wohnzimmer 20 Grad. Drehen Sie den Heizkörper nicht voll auf und lüften Sie dann stundenlang – das ist die ineffizienteste Art, Wärme zu nutzen. Richtig lüften Sie dreimal täglich für jeweils 5 Minuten bei weit geöffneten Fenstern (wenn möglich quer).

Der zweite Schlüssel zum Geldsparen ist die richtige Nutzung Ihrer Haushaltsgeräte. Eine Waschmaschine verbraucht bis zu 90 % ihrer Energie zum Erhitzen des Wassers. Waschen bei 30 °C statt 40 °C spart daher etwa 35 %. Moderne Waschmittel wirken auch in kaltem Wasser. Dasselbe gilt für Ihren Geschirrspüler: Wählen Sie das Eco-Programm – es dauert zwar länger, verbraucht aber dank der niedrigeren Temperatur weniger Wasser und Energie. Und spülen Sie niemals nur halb voll: Das ist doppelt so ineffizient wie eine volle Ladung. Bei wenig Geschirr warten Sie lieber einen Tag. Deutsche Familien haben oft die Angewohnheit, den Geschirrspüler jeden Abend vollzuräumen, selbst wenn nur fünf Teller drin sind – das sollten Sie vermeiden.

Kühlschrank und Gefrierschrank sind weitere versteckte Energiefresser. Stellen Sie die Kühlschranktemperatur auf 7 °C und die Gefrierschranktemperatur auf -18 °C ein – niedrigere Temperaturen sind nicht nötig, da sie den Verbrauch nur erhöhen. Tauen Sie Ihren Gefrierschrank regelmäßig ab, wenn er keine No-Frost-Funktion hat: Eine 0,5 cm dicke Eisschicht erhöht den Energieverbrauch um 10 %. Überprüfen Sie die Türdichtungen: Bei älteren deutschen Kühlschränken trocknen diese oft aus. Ein einfacher Test: Klemmen Sie ein Stück Papier an die Tür – lässt es sich leicht herausziehen, muss die Dichtung ausgetauscht werden. Stellen Sie den Kühlschrank außerdem nicht neben einen Herd oder Heizkörper – jedes zusätzliche Grad Außentemperatur lässt den Kompressor stärker arbeiten.

Das Beleuchtungsproblem ist in Deutschland fast überall gelöst, aber trotzdem: Ersetzen Sie alle Glühbirnen durch LEDs, auch wenn die alten noch zu funktionieren scheinen. LEDs verbrauchen 6- bis 8-mal weniger Energie und halten 20-mal länger. Das ist besonders wichtig für Flure und Badezimmer, wo das Licht oft versehentlich angelassen wird. Nutzen Sie Bewegungsmelder oder Zeitschaltuhren – sie sind günstig (Conrad oder gelegentlich auch Lidl führen sie). Und gewöhnen Sie sich an, das Licht auszuschalten, wenn Sie einen Raum verlassen – das klingt banal, aber Statistiken zeigen, dass Vergesslichkeit bis zu 15 % des Stromverbrauchs eines Haushalts ausmacht.

Pages: 1 2

Werbung

Es ist an der Zeit, sich von der Angewohnheit zu befreien, jedes Wochenende die Wohnung in ein Staubbad zu verwandeln. Deutsche Haushalte, in denen Ordnung und Effizienz großgeschrieben werden, haben längst ein System der minimalen Instandhaltung entwickelt: Statt drei Stunden pro Woche mit Wischen und Abstauben zu verbringen, reichen ein paar tägliche Rituale völlig aus. Der Schlüssel liegt darin, nicht zu warten, bis sich Unordnung ansammelt, sondern sie in kleinen, gezielten Schritten anzugehen. Zum Beispiel die „Ein-Minuten-Regel“: Dauert eine Aufgabe weniger als sechzig Sekunden, erledigen Sie sie sofort. Eine Jacke aufhängen, das Waschbecken nach dem Zähneputzen abwischen, eine Decke auf dem Sofa zusammenlegen – diese kleinen Handgriffe erfordern kaum Aufwand, verändern aber das Wohngefühl enorm.

Das zweite wichtige Prinzip ist die Zoneneinteilung beim Putzen. Teilen Sie Ihre Wohnung in fünf oder sechs Zonen ein (Flur, Küche, Bad, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Balkon) und widmen Sie jeder Zone nicht mehr als zehn Minuten pro Tag. Beispielsweise wischen Sie montags nach der Arbeit die Regale und Lichtschalter im Flur ab und dienstags Herd und Spüle in der Küche. So verhindern Sie, dass sich Schmutz festsetzt, und sparen sich die Wochenendarbeit. Übrigens: Deutsche Supermärkte (DM, Rossmann) bieten hervorragende Sets mit Mikrofasertüchern in verschiedenen Farben für jede Zone an – das verhindert die Übertragung von Bakterien von der Toilette auf die Küchenarbeitsplatte.

Ein Lifehack, der Ihnen Stunden spart: Trennen Sie sich von unnötigen Dingen. Die deutsche Tradition des Ausmistens funktioniert hervorragend. Gehen Sie einmal pro Saison Ihre Schränke durch und werfen Sie alles, was Sie in den letzten sechs Monaten nicht benutzt haben, rigoros weg oder bringen Sie es zum Gebrauchtwarenladen. Weniger Dinge bedeuten weniger Staub, weniger Abwasch und weniger Umräumen. Das gilt insbesondere für Küchenutensilien (haben Sie wirklich drei Reiben und zwei Kartoffelschäler?) und Kleidung, die „nur für alle Fälle“ aufgehängt ist. Nach so einer Bestandsaufnahme wird Putzen weniger zur lästigen Pflicht und mehr zur angenehmen Routine.

Für alle, die in alten deutschen Häusern mit hohen Decken und Stuckfassaden leben, kann die Staubbekämpfung ein echter Albtraum sein. Ein einfacher Trick: Verwenden Sie eine normale, weiche Kleiderbürste, die Sie an einem langen Moppstiel befestigen, um schwer zugängliche Stellen zu schrubben. Um das Absetzen von Staub zu verlangsamen, geben Sie einen Esslöffel Weichspüler ins Wischwasser – er neutralisiert die statische Aufladung und verhindert so, dass Staub angezogen wird. Diese Methode ist besonders im Winter hilfreich, wenn die trockene Luft von Heizkörpern die statische Aufladung verstärkt.

Pages: 1 2

Werbung