Autor

Silke Schubert

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Das Leben in einer deutschen Mietwohnung bringt oft Herausforderungen mit sich, die zwar keinen Handwerker erfordern, aber aufgrund ihrer Neuartigkeit zunächst abschreckend wirken können. Dabei lassen sich viele Probleme im Haushalt in nur 10 Minuten und für wenige Euro beheben, ganz ohne auf einen Hausmeister warten zu müssen. Fangen wir mit einem tropfenden Wasserhahn an. Meistens liegt die Ursache nicht an den Leitungen, sondern an einer verschlissenen Dichtung. Drehen Sie das Wasser unter dem Waschbecken ab (die Ventile sind in der Regel blau oder rot), schrauben Sie den Strahlregler des Wasserhahns ab und ersetzen Sie die kleine Gummidichtung im Inneren. Diese erhalten Sie in jedem Baumarkt (z. B. Obi, Hornbach) für 0,50 € pro Packung. Falls das Wasser unter dem Griff tropft, ziehen Sie die Mutter mit einem Inbusschlüssel (meist 2,5 oder 3 mm) fest; auch das lässt sich in einer Minute beheben.

Ist Ihr Waschbecken oder Ihre Badewanne verstopft? Greifen Sie nicht gleich zu teurem Reinigungsgel. Versuchen Sie es zunächst mit einer mechanischen Methode: Kaufen Sie einen Pömpel für 2 Euro – er löst 80 % aller Verstopfungen. Falls das nicht hilft, geben Sie eine halbe Tasse Backpulver in den Abfluss, fügen Sie eine Tasse Essig hinzu, verschließen Sie den Abfluss für 15 Minuten und spülen Sie anschließend mit kochendem Wasser nach. Diese Reaktion weicht die organischen Ablagerungen auf. Vorbeugend können Sie einmal im Monat einen Liter kochendes Wasser in den Abfluss gießen – das löst Seifenablagerungen, die besonders in hartem Wasser häufig vorkommen. Und werfen Sie niemals Fett in den Abfluss: Sammeln Sie es in einem alten Glas und entsorgen Sie es im Restmüll.

Elektrische Probleme wirken oft schlimmer, als sie sind. Wenn eine Glühbirne durchbrennt, schrauben Sie sie heraus (nachdem Sie den Strom abgeschaltet haben!). Falls sie sich nicht lösen lässt, zerbrechen Sie nicht das Glas. Ziehen Sie Gummihandschuhe an, nehmen Sie eine rohe Kartoffel, stecken Sie sie in das zerbrochene Glas und drehen Sie – die Fassung lässt sich gefahrlos herausnehmen. Wenn die Sicherung (Sicherungen sind in älteren Häusern noch üblich) oder der Leitungsschutzschalter (in modernen Wohnungen) ausgelöst hat, ziehen Sie zuerst alle Geräte aus den Steckdosen im betroffenen Bereich und schalten Sie dann den Leitungsschutzschalter wieder ein. Löst die Sicherung erneut aus, liegt das Problem an einem der Geräte oder an einem Kurzschluss. In diesem Fall ist es ratsam, einen Elektriker zu rufen. In 90 % der Fälle reicht es jedoch aus, die Last zu reduzieren.

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Die Küche ist das Herzstück eines deutschen Zuhauses, egal ob es sich um ein hochmodernes Küchenstudio in Berlin oder eine gemütliche kleine Küche in einem Münchner Altbau handelt. Doch gerade hier verschwenden wir die meiste Zeit und Lebensmittel, wenn wir ein paar einfache Tricks nicht kennen. Fangen wir mit der Aufbewahrung an: Wie bleiben Kräuter zwei Wochen lang frisch? Stellen Sie Petersilien-, Dill- oder Korianderbündel in ein Glas Wasser (wie einen Blumenstrauß) und decken Sie es mit einer Plastiktüte ab. Befestigen Sie die Tüte mit einem Gummiband am Glasrand. So halten sich die Kräuter im Kühlschrank bis zu drei Wochen. Lagern Sie Zwiebeln und Kartoffeln jedoch niemals nebeneinander – Zwiebeln produzieren Ethylen, wodurch Kartoffeln keimen und verderben. Kartoffeln bevorzugen einen dunklen, trockenen und kühlen Ort (Speisekammer oder Keller), Zwiebeln hingegen denselben, aber getrennt.

Der zweite wichtige Punkt ist das richtige Einfrieren. Deutsche Gefrierschränke sind oft vollgestopft, sodass es mühsam ist, ein einzelnes Stück aus einem Eisblock zu fischen. Frieren Sie Suppen und Soßen portionsweise ein (in Silikon-Muffinformen, die sich gut als kleine Pucks eignen), fein gehackte Kräuter in luftdicht verschlossenen Beuteln und Beeren lose auf einem Tablett, bevor Sie sie einfrieren. Beschriften Sie alles mit Datum und Inhalt – nach einem Monat werden Sie den Unterschied zwischen gefrorener Tomatensuppe und gefrorener Bolognese nicht mehr erkennen. Übrigens: Deutsche Supermärkte (Edeka, Rewe) bieten spezielle Gefrieretiketten an, die sich nicht ablösen.

Ein Tipp für alle, die keine Lust mehr auf Abwasch haben: Weichen Sie das Geschirr direkt nach dem Essen ein, nicht in kaltem, sondern in heißem Wasser mit ein paar Esslöffeln Essig oder Senfpulver. So löst sich selbst eingebranntes Fett. Um schwarze Ablagerungen aus einer Glasauflaufform zu entfernen, bestreuen Sie den Boden mit Backpulver, geben Sie etwas Wasser hinzu, bis eine Paste entsteht, und lassen Sie diese eine Stunde einwirken. Anschließend lässt sich der Belag leicht mit einem Schwamm entfernen. Für die Mikrowelle: Stellen Sie eine Schüssel mit Wasser und einer Zitronenscheibe hinein, schalten Sie sie auf volle Leistung und lassen Sie sie 3 Minuten laufen – der Dampf löst Flecken, und Sie können die Seiten anschließend mit einem Tuch auswischen.

Lebensmittel haltbar zu machen ist eine ganz andere Sache. Deutsche Supermärkte verkaufen oft „unperfektes“ Obst und Gemüse reduziert (z. B. hat Lidl einen „Gutes Gewissen“-Korb). Aber auch zu Hause können Sie die Haltbarkeit Ihrer Lebensmittel verlängern. Werfen Sie altes Brot nicht weg: Verarbeiten Sie es zu Paniermehl (im Mixer oder einfach gerieben) oder zu leckeren Croutons mit Knoblauch und Olivenöl. Reiben Sie alten Käse fein und verwenden Sie ihn in Aufläufen oder Pastagerichten. Grüne Kartoffeln können Sie bedenkenlos entfernen (die grünen Stellen enthalten Solanin) – der Rest ist unbedenklich, aber vermeiden Sie bittere Kartoffeln.

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Deutsche Wohnungen, besonders in Großstädten, bieten selten beeindruckende Wohnflächen. Typischerweise haben sie hohe Decken, aber kleine Zimmer, oder sie verfügen über clevere Grundrisse, bei denen jeder Zentimeter zählt. Doch beengte Räume sind kein Grund zur Verzweiflung, sondern eine Herausforderung für Ihre Fantasie. Die erste Regel: Nutzen Sie den vertikalen Raum. Deckenregale (zum Beispiel von IKEA oder der deutschen Serie Raumplus) sind ideal für Saisonkleidung, Koffer oder Bücher, die nicht täglich benötigt werden. Im Flur hängen Sie Haken über die gesamte Wandhöhe: von Kinderrucksäcken unten bis zu Jacken oben. Im Badezimmer eignen sich Eckregale über der Toilette, die nicht im Weg sind, aber viel Platz für Shampoo und Duschgel bieten.

Der zweite Lifehack, der bei deutschen Innenarchitekten beliebt ist, sind wandelbare Möbel. Ein Klappbett, ein ausklappbarer Esstisch und ein Couchtisch mit Schubladen sind nur einige Beispiele. Sie müssen keine teuren Systeme kaufen – Sie können gewöhnliche Möbel umfunktionieren. Flache Aufbewahrungsboxen aus Kunststoff für Schuhe oder Bettwäsche passen beispielsweise perfekt unter ein Bett mit hohem Lattenrost (mindestens 30 cm). In Deutschland sind sie bei Tchibo oder Woolworths erhältlich. Eine weitere Möglichkeit: Hängeregale über der Tür – dort ist oft ungenutzter Platz, der sich für Kisten mit selten benötigten Gegenständen eignet.

Die Regel „Eine Fläche, eine Funktion“ hilft, optische Unordnung zu vermeiden. Ihre Küchenarbeitsplatte sollte nicht als Ablagefläche für Toaster, Kaffeemaschine, Brotkasten und drei Müslidosen dienen. Bewahren Sie nur Dinge auf, die Sie täglich benutzen. Verstauen Sie den Rest in Schränken. Nutzen Sie auch die Innenseiten der Schranktüren: Dort können Sie Organizer für Deckel, Gewürze und Beutel aufhängen. Im Badezimmer können Sie Magnetband an die Schranktür kleben – ideal für Nagelscheren, Nagelfeilen und kleine Behälter mit Wattepads. Deutsche Baumärkte (z. B. Obi, Hornbach) bieten spezielle Türablagen an – ein Muss für kleine Badezimmer.

Für die Aufbewahrung von Kleidung empfiehlt sich das Prinzip der vertikalen Sortierung. Statt T-Shirts zu stapeln, rollen Sie sie zusammen und stellen Sie sie senkrecht in eine Schublade – so haben Sie alles im Blick und die Stapel bleiben ordentlich. Verwenden Sie Schubladeneinsätze (die lassen sich leicht selbst aus Pappe basteln oder bei Action kaufen). Hängen Sie niemals etwas, das sich falten lässt, in den Schrank: Kleiderbügel nehmen zwei- bis dreimal so viel Platz weg wie ein ordentlicher Stapel oder eine Rolle. Für Saisonkleidung eignen sich Vakuumbeutel: Daunenjacken und Pullover lassen sich damit auf Buchgröße komprimieren. Vakuumpumpen gibt es in jedem Supermarkt, und die Beutel selbst sind sogar bei Aldi für ein paar Euro erhältlich.

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Heiz- und Stromrechnungen in Deutschland werden immer teurer, insbesondere nach den jüngsten Preiserhöhungen. Doch selbst ohne den Anbieter zu wechseln, können Sie Ihre Kosten mit einfachen Haushaltsgewohnheiten um 30–40 % senken. Fangen wir mit dem Offensichtlichsten an: der Heizung. In deutschen Wohnungen sind die Thermostate an den Heizkörpern oft auf die Stufen 1 bis 5 eingestellt. Nur wenige wissen jedoch, dass es auch Zwischenstufen gibt. Stufe „2“ entspricht etwa 16 Grad, Stufe „3“ etwa 20 Grad. Für das Schlafzimmer reichen 17–18 Grad, für das Badezimmer 22 Grad und für das Wohnzimmer 20 Grad. Drehen Sie den Heizkörper nicht voll auf und lüften Sie dann stundenlang – das ist die ineffizienteste Art, Wärme zu nutzen. Richtig lüften Sie dreimal täglich für jeweils 5 Minuten bei weit geöffneten Fenstern (wenn möglich quer).

Der zweite Schlüssel zum Geldsparen ist die richtige Nutzung Ihrer Haushaltsgeräte. Eine Waschmaschine verbraucht bis zu 90 % ihrer Energie zum Erhitzen des Wassers. Waschen bei 30 °C statt 40 °C spart daher etwa 35 %. Moderne Waschmittel wirken auch in kaltem Wasser. Dasselbe gilt für Ihren Geschirrspüler: Wählen Sie das Eco-Programm – es dauert zwar länger, verbraucht aber dank der niedrigeren Temperatur weniger Wasser und Energie. Und spülen Sie niemals nur halb voll: Das ist doppelt so ineffizient wie eine volle Ladung. Bei wenig Geschirr warten Sie lieber einen Tag. Deutsche Familien haben oft die Angewohnheit, den Geschirrspüler jeden Abend vollzuräumen, selbst wenn nur fünf Teller drin sind – das sollten Sie vermeiden.

Kühlschrank und Gefrierschrank sind weitere versteckte Energiefresser. Stellen Sie die Kühlschranktemperatur auf 7 °C und die Gefrierschranktemperatur auf -18 °C ein – niedrigere Temperaturen sind nicht nötig, da sie den Verbrauch nur erhöhen. Tauen Sie Ihren Gefrierschrank regelmäßig ab, wenn er keine No-Frost-Funktion hat: Eine 0,5 cm dicke Eisschicht erhöht den Energieverbrauch um 10 %. Überprüfen Sie die Türdichtungen: Bei älteren deutschen Kühlschränken trocknen diese oft aus. Ein einfacher Test: Klemmen Sie ein Stück Papier an die Tür – lässt es sich leicht herausziehen, muss die Dichtung ausgetauscht werden. Stellen Sie den Kühlschrank außerdem nicht neben einen Herd oder Heizkörper – jedes zusätzliche Grad Außentemperatur lässt den Kompressor stärker arbeiten.

Das Beleuchtungsproblem ist in Deutschland fast überall gelöst, aber trotzdem: Ersetzen Sie alle Glühbirnen durch LEDs, auch wenn die alten noch zu funktionieren scheinen. LEDs verbrauchen 6- bis 8-mal weniger Energie und halten 20-mal länger. Das ist besonders wichtig für Flure und Badezimmer, wo das Licht oft versehentlich angelassen wird. Nutzen Sie Bewegungsmelder oder Zeitschaltuhren – sie sind günstig (Conrad oder gelegentlich auch Lidl führen sie). Und gewöhnen Sie sich an, das Licht auszuschalten, wenn Sie einen Raum verlassen – das klingt banal, aber Statistiken zeigen, dass Vergesslichkeit bis zu 15 % des Stromverbrauchs eines Haushalts ausmacht.

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Es ist an der Zeit, sich von der Angewohnheit zu befreien, jedes Wochenende die Wohnung in ein Staubbad zu verwandeln. Deutsche Haushalte, in denen Ordnung und Effizienz großgeschrieben werden, haben längst ein System der minimalen Instandhaltung entwickelt: Statt drei Stunden pro Woche mit Wischen und Abstauben zu verbringen, reichen ein paar tägliche Rituale völlig aus. Der Schlüssel liegt darin, nicht zu warten, bis sich Unordnung ansammelt, sondern sie in kleinen, gezielten Schritten anzugehen. Zum Beispiel die „Ein-Minuten-Regel“: Dauert eine Aufgabe weniger als sechzig Sekunden, erledigen Sie sie sofort. Eine Jacke aufhängen, das Waschbecken nach dem Zähneputzen abwischen, eine Decke auf dem Sofa zusammenlegen – diese kleinen Handgriffe erfordern kaum Aufwand, verändern aber das Wohngefühl enorm.

Das zweite wichtige Prinzip ist die Zoneneinteilung beim Putzen. Teilen Sie Ihre Wohnung in fünf oder sechs Zonen ein (Flur, Küche, Bad, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Balkon) und widmen Sie jeder Zone nicht mehr als zehn Minuten pro Tag. Beispielsweise wischen Sie montags nach der Arbeit die Regale und Lichtschalter im Flur ab und dienstags Herd und Spüle in der Küche. So verhindern Sie, dass sich Schmutz festsetzt, und sparen sich die Wochenendarbeit. Übrigens: Deutsche Supermärkte (DM, Rossmann) bieten hervorragende Sets mit Mikrofasertüchern in verschiedenen Farben für jede Zone an – das verhindert die Übertragung von Bakterien von der Toilette auf die Küchenarbeitsplatte.

Ein Lifehack, der Ihnen Stunden spart: Trennen Sie sich von unnötigen Dingen. Die deutsche Tradition des Ausmistens funktioniert hervorragend. Gehen Sie einmal pro Saison Ihre Schränke durch und werfen Sie alles, was Sie in den letzten sechs Monaten nicht benutzt haben, rigoros weg oder bringen Sie es zum Gebrauchtwarenladen. Weniger Dinge bedeuten weniger Staub, weniger Abwasch und weniger Umräumen. Das gilt insbesondere für Küchenutensilien (haben Sie wirklich drei Reiben und zwei Kartoffelschäler?) und Kleidung, die „nur für alle Fälle“ aufgehängt ist. Nach so einer Bestandsaufnahme wird Putzen weniger zur lästigen Pflicht und mehr zur angenehmen Routine.

Für alle, die in alten deutschen Häusern mit hohen Decken und Stuckfassaden leben, kann die Staubbekämpfung ein echter Albtraum sein. Ein einfacher Trick: Verwenden Sie eine normale, weiche Kleiderbürste, die Sie an einem langen Moppstiel befestigen, um schwer zugängliche Stellen zu schrubben. Um das Absetzen von Staub zu verlangsamen, geben Sie einen Esslöffel Weichspüler ins Wischwasser – er neutralisiert die statische Aufladung und verhindert so, dass Staub angezogen wird. Diese Methode ist besonders im Winter hilfreich, wenn die trockene Luft von Heizkörpern die statische Aufladung verstärkt.

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Im Zeitalter von Billigflügen und Schnellstraßen vergessen wir oft, dass Zugreisen mehr sein können als nur ein Transportmittel von A nach B – sie sind ein Abenteuer für sich. Europa verfügt über das dichteste und modernste Schienennetz der Welt, und manche Strecken sind so malerisch, dass es sich lohnt, eine Stunde oder sogar einen ganzen Tag für ihre Erkundung einzuplanen. Deutschland, im Herzen des Kontinents gelegen, macht die meisten dieser Bahnjuwelen leicht erreichbar. Machen Sie sich bereit, einen Gang zurückzuschalten und den Blick schweifen zu lassen – die schönsten Bahnstrecken der Alten Welt liegen vor Ihnen.

Wir beginnen mit einer Strecke ganz in Ihrer Nähe – der Mittelrheinbahn (Linke Rheinstrecke) zwischen Köln und Mainz, genauer gesagt, ihrem landschaftlich schönsten Abschnitt von Koblenz nach Bingen. Dieser Abschnitt gehört aus gutem Grund zum UNESCO-Welterbe. Die Bahn schlängelt sich hier zwischen felsigen Küsten entlang, auf denen Dutzende mittelalterlicher Burgen thronen. Alle paar Minuten ziehen die Ruinen alter Festungen, terrassenförmig angelegte Weinberge, die sich bis zum Wasser erstrecken, und kleine Dörfer mit Fachwerkhäusern am Fenster vorbei. Besonders spektakulär ist diese Fahrt im Herbst, wenn sich die Blätter der Weinberge purpurrot färben, oder im Frühling, wenn die Obstgärten blühen. Die Strecke wird sowohl von Regionalzügen (RE) als auch vom Hochgeschwindigkeitszug ICE bedient. Für das volle Erlebnis empfiehlt sich jedoch der gemütliche Regionalexpress mit einem Fensterplatz.

Wer weiter reisen möchte, ist in der Schweiz mit dem berühmten Glacier Express genau richtig. Dieser Zug verbindet die beiden bekannten Ferienorte St. Moritz und Zermatt und überquert dabei 291 Brücken und 91 Tunnel. Die gesamte Fahrt dauert etwa 8 Stunden und zählt damit zu den schönsten 8 Stunden im Leben eines Reisenden. Langsam schlängelt sich der Zug die Pässe hinauf, wo Gletscher direkt unter den Fenstern liegen und die Luft kristallklar ist. Die Panoramawagen mit ihren riesigen Fenstern vermitteln das Gefühl, über den Alpen zu schweben. Tickets für den Glacier Express sind nicht günstig und Plätze müssen Monate im Voraus reserviert werden. Doch in diesem Fall ist der Preis durch das einzigartige Erlebnis absolut gerechtfertigt. Von Deutschland aus sind St. Moritz oder Zermatt bequem mit dem Zug über Zürich erreichbar.

Eine Alternative zum Glacier Express, die aber nicht weniger landschaftlich reizvoll ist, bietet der Bernina Express. Auch er startet in der Schweiz, fährt aber in die italienische Stadt Tirano. Diese Strecke ist kürzer, aber noch spektakulärer: Der Zug erklimmt eine Höhe von über 2.000 Metern über dem Meeresspiegel, überquert den Morteratschgletscher und fährt hinab in die Palmenhaine des Veltlins. Die Landschaft verändert sich hier so rasant, dass man kaum Zeit zum Blinzeln hat. Von der Eiswüste zur mediterranen Vegetation – in nur wenigen Stunden. Der Bernina Express gehört zum UNESCO-Welterbe und gilt als eine der schönsten Bahnstrecken der Welt. Direktzüge fahren von München nach St. Moritz, dem Ausgangspunkt der Strecke.

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2025 verspricht ein ereignisreiches Jahr für Kulturveranstaltungen in ganz Europa zu werden. Von großen Musikfestivals bis hin zu gemütlichen Weihnachtsmärkten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Viele dieser Events liegen nur wenige Flugstunden von Deutschland entfernt und eignen sich daher perfekt für ein verlängertes Wochenende. Wir haben die spannendsten Festivals und Feierlichkeiten für Sie ausgewählt, die Sie sich dieses Jahr unbedingt vormerken sollten. Halten Sie Ihre Kameras bereit und freuen Sie sich auf unvergessliche Momente voller Farbenpracht!

Beginnen wir mit dem wohl größten Musikevent Europas – dem Sziget Festival in Budapest. Es findet auf der Donauinsel Óbuda statt und dauert eine ganze Woche. 2025 wird das Festival, oft auch als „Insel der Freiheit“ bezeichnet, im August veranstaltet. Zu den Headlinern zählen in der Regel die größten Namen der Weltmusik, aber auch die zweite Bühne mit Alternative- und Indie-Künstlern ist absolut sehenswert. Sziget bietet aber noch viel mehr als nur Konzerte; Es ist eine ganze Stadt mit Zelten, Theatern, Open-Air-Kinos und Kunstinstallationen. Wochentickets kosten ähnlich viel wie ein zweitägiges Festival in Deutschland, und Unterkünfte in Budapest sind, wie wir bereits wissen, erschwinglich. Budapest ist von jeder größeren deutschen Stadt aus in wenigen Stunden mit dem Zug zu erreichen.

Wer eine intimere Atmosphäre bevorzugt, sollte das Le Guess Who? Festival in Utrecht, Niederlande, in Betracht ziehen. Dieses Event verwandelt jährlich das Zentrum dieser gemütlichen niederländischen Stadt in das Epizentrum eines globalen Musikabenteuers. 2025 verspricht das Festival über 100 Künstler aus aller Welt, darunter seltene Kollaborationen und exklusive Auftritte. Le Guess Who? ist bekannt für sein außergewöhnliches Programm: Hier hört man eher keine Mainstream-Musik, dafür aber Musik, die man sonst nirgendwo findet. Utrecht ist zudem nur wenige Zugstunden von Köln und Frankfurt entfernt und somit ideal für einen spontanen Ausflug.

Für Liebhaber von zeitgenössischem Tanz und Theater ist das EuroScene Festival in Leipzig ein absolutes Muss. Das Festival, das im Herbst 2025 stattfindet, zählt zu den führenden Festivals für zeitgenössischen Tanz in Europa. Das Programm umfasst Produktionen von Spitzenchoreografen aus Polen, Ungarn, Tschechien und natürlich Deutschland. Leipzig ist eine Stadt mit einer reichen kulturellen Tradition, und das Euro-Scene Festival fügt sich perfekt in ihren Rhythmus ein. Die Aufführungen finden an verschiedenen Orten statt, darunter die renommierte Leipziger Oper. Die Ticketpreise sind recht günstig, und Unterkünfte in Leipzig sind, insbesondere im Vergleich zu Berlin oder München, sehr erschwinglich. Ein idealer Grund für ein Wochenende in Sachsen.

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Deutschland ist ein wahres Wanderparadies. Das Land ist von einem Netz markierter Wanderwege durchzogen, die sich durch die malerischsten Gegenden schlängeln – von den Hochalpen bis zu den Dünen der Ostsee. Laut dem beliebten Wandermagazin „Das Wandermagazin“ geht fast jeder zweite Deutsche ab und zu wandern, und 2025 bildet da keine Ausnahme. Experten haben die besten Wanderungen der Saison gekürt, und wir möchten Ihnen die beeindruckendsten vorstellen. Schnüren Sie Ihre Wanderschuhe – es erwarten Sie viele Kilometer und atemberaubende Ausblicke.

Der Gewinner in der Kategorie Mehrtageswanderungen 2025 war der Bliessteig im Saarland. Dieser 108 Kilometer lange Wanderweg liegt im Biosphärenreservat Bliesgau. Hier können Sie seltene Pflanzen, darunter wilde Orchideen, entdecken und in die Geschichte einer Region eintauchen, die einst von Kelten und Römern bewohnt war. Die Route ist in mehrere Etappen unterteilt, sodass man sie in einer Woche bewältigen oder einzelne Abschnitte für Tageswanderungen auswählen kann. Besonders malerisch sind die Abschnitte entlang der Bliess und im Gebiet der antiken römischen Villen. Das Saarland steht oft im Schatten bekannterer Touristenregionen, was aber gerade sein Vorteil ist: Auf den Bliessteig-Wanderwegen begegnet man mehr Rehen als Menschen.

Dieselbe Publikation kürte übrigens einen Wanderweg in der Sächsischen Schweiz zum besten Tageswanderweg des Jahres 2025. Diese Region in der Nähe von Dresden ist bekannt für ihre bizarren Sandsteinformationen. Die preisgekrönte Route führt an der berühmten Basteibrücke vorbei und dann tief in den Nationalpark hinein zu den abgelegensten Aussichtspunkten. Die gesamte Tour dauert etwa 6–7 Stunden, inklusive des Aufstiegs über Metallleitern und des Durchquerens schmaler Felspassagen. Belohnt wird man mit atemberaubenden Panoramen: tiefe Schluchten, bewaldete Gipfel und das blaue Band der Elbe. Die beste Zeit für diese Wanderung ist der Frühherbst, wenn sich die Blätter golden färben und die Sommerhitze nachgelassen hat.

Wer es etwas weniger technisch, aber nicht weniger schön mag, sollte die Wanderwege in Baden-Württemberg in Betracht ziehen. Die Region ist bekannt für ihre sanften Hügel, Weinberge und historischen Städte. Das Wandermagazin hob den Weg durch das malerische Enztal hervor. Diese Route ist ideal für Familien mit Kindern und für alle, die Wandern mit einer Weinprobe verbinden möchten. Gemütliche Pensionen und Weingüter mit Übernachtungsmöglichkeiten laden entlang des Weges zum Verweilen ein. Baden-Württemberg stand 2025 im Rampenlicht, da fünf Routen aus der Region für die besten in Deutschland nominiert wurden. Dies bestätigt den Status der Region als eines der attraktivsten Reiseziele für Outdoor-Fans.

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Viele glauben fälschlicherweise, Reisen in Europa seien 2025 nur etwas für Reiche. Tatsächlich können die Unterkunftspreise in Städten wie Paris oder Amsterdam schockierend sein. Doch der Westen und Norden des Kontinents machen nur einen Bruchteil von ganz Europa aus. Konzentrieren Sie sich auf die Länder Ost- und Südeuropas, und Sie werden sofort Reiseziele entdecken, wo der Euro eine deutlich höhere Kaufkraft besitzt. Von Deutschland aus, mit seinen hervorragenden Verkehrsverbindungen, sind diese Budget-Schätze leicht zu erreichen. Wohin also reisen, um mit möglichst wenig Geld das Beste aus Ihrer Reise herauszuholen?

Polen ist nach wie vor das beliebteste Reiseziel für Budgetreisende. Dies gilt insbesondere für Krakau, das viele als die schönste Stadt des Landes bezeichnen. Die Preise sind hier deutlich niedriger als in Deutschland: Ein Essen in einem guten Restaurant kostet 10–15 €, während die Anmietung einer Wohnung über gängige Reiseportale 30–40 € pro Nacht kostet. Der Krakauer Hauptmarkt, einer der größten Europas, pulsiert vor Leben, und die Wawelburg sowie der legendäre Salzberg befinden sich in unmittelbarer Nähe. Krakau ist von Berlin aus bequem mit dem Nachtzug oder in zwei Stunden mit dem Flugzeug zu erreichen. Neben der Kostenersparnis erwartet Sie ein vielfältiges Kulturprogramm und die Gelegenheit, die exzellente polnische Küche zu genießen, die weit mehr zu bieten hat als nur Piroggen und Bigos.

Ein weiteres Reiseziel, das Deutsche mit seinen günstigen Preisen anzieht, ist Ungarn, insbesondere die Hauptstadt Budapest. Die Stadt der Brücken, Thermalquellen und des Streetfoods bietet europäischen Chic zu erschwinglichen Preisen. Der Eintritt in die berühmten Thermalbäder kostet 20–25 Euro und ist damit günstiger als in jedem deutschen Spa. Ein Abendessen mit Blick auf die Donau und das beleuchtete Parlament kostet für zwei Personen nicht mehr als 30 Euro. Budapest ist besonders im Herbst wunderschön, wenn die Sommerhitze nachlässt, der Winter aber noch nicht richtig da ist. Von München aus erreichen Sie die Stadt mit dem Direktzug in sieben Stunden oder mit einem Billigflieger in einer Stunde. Die wichtigste Regel für preisbewusste Reisende ist, Unterkünfte nicht direkt im Touristenzentrum, sondern in angrenzenden Gebieten zu wählen, die bequem mit der berühmten Wiener Metro erreichbar sind.

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Wenn Sie denken, Deutschland bestünde nur aus München mit Oktoberfest, Berliner Mauer und dem überfüllten Schloss Neuschwanstein, dann sollten Sie Ihre Perspektive ändern. Abseits der ausgetretenen Pfade gibt es unzählige versteckte Orte, die in den gängigen Reiseführern unerwähnt bleiben. Diese verborgenen Juwelen bewahren eine ganz besondere Atmosphäre, in der die Zeit langsamer zu vergehen scheint und Natur und Architektur nahezu unberührt geblieben sind. Und doch sind sie von jeder größeren deutschen Stadt aus in nur wenigen Stunden mit Zug oder Auto erreichbar. Hier sind ein paar Ausflugstipps für dieses Wochenende.

Beginnen wir mit einem wahren geologischen Wunder: den Externsteinen im Teutoburger Wald in Nordrhein-Westfalen. Diese bis zu 40 Meter hohe Felsformation ähnelt aus der Ferne den Ruinen einer antiken Stadt. Tatsächlich ist sie das Ergebnis von Jahrmillionen andauernder Sandsteinerosion, doch schon vor unserer Zeitrechnung galt dieser Ort den Sachsen und Kelten als heilig. Im Mittelalter wurden hier Treppen, eine Kapelle und sogar ein kleines Taufbecken in den Fels gehauen. Heute sind die Externsteine ​​ein idealer Ort für alle, die leichte Wanderungen mit historischer Besinnung verbinden möchten. Der Aufstieg zur höchsten Klippe erfordert Vorsicht, doch der Panoramablick über die endlosen Wälder entschädigt für die Mühe. Am besten kommt man früh morgens an einem Wochentag, dann kann man diesen Ort fast ganz für sich allein genießen.

Ein weiteres Reiseziel, das in Deutschland immer häufiger auf den Listen der Top-Sehenswürdigkeiten auftaucht, ist der bayerische Walchensee. Während Königssee und Starnberger See Tausende von Reisenden anziehen, ist der Walchensee eine Oase der Ruhe. Der See liegt in den Ausläufern der Alpen, eine Autostunde von München entfernt, und ist berühmt für sein kristallklares Wasser. Hier kann man nicht nur schwimmen und Boot fahren, sondern auch auf dem malerischen Rundweg um den See wandern, der sich über etwa 20 Kilometer erstreckt. Unterwegs passiert man mehrere kleine Dörfer mit traditionellen bayerischen Häusern und hervorragenden Biergärten. Der Walchensee übertrifft mit seiner Authentizität und dem atemberaubenden Panoramablick auf die Alpen jeden bekannten Badeort.

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