Stressfreier Frühjahrsputz: So bringen Sie Ihr Zuhause in nur einer halben Stunde täglich auf Vordermann

von Silke Schubert

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Es ist an der Zeit, sich von der Angewohnheit zu befreien, jedes Wochenende die Wohnung in ein Staubbad zu verwandeln. Deutsche Haushalte, in denen Ordnung und Effizienz großgeschrieben werden, haben längst ein System der minimalen Instandhaltung entwickelt: Statt drei Stunden pro Woche mit Wischen und Abstauben zu verbringen, reichen ein paar tägliche Rituale völlig aus. Der Schlüssel liegt darin, nicht zu warten, bis sich Unordnung ansammelt, sondern sie in kleinen, gezielten Schritten anzugehen. Zum Beispiel die „Ein-Minuten-Regel“: Dauert eine Aufgabe weniger als sechzig Sekunden, erledigen Sie sie sofort. Eine Jacke aufhängen, das Waschbecken nach dem Zähneputzen abwischen, eine Decke auf dem Sofa zusammenlegen – diese kleinen Handgriffe erfordern kaum Aufwand, verändern aber das Wohngefühl enorm.

Das zweite wichtige Prinzip ist die Zoneneinteilung beim Putzen. Teilen Sie Ihre Wohnung in fünf oder sechs Zonen ein (Flur, Küche, Bad, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Balkon) und widmen Sie jeder Zone nicht mehr als zehn Minuten pro Tag. Beispielsweise wischen Sie montags nach der Arbeit die Regale und Lichtschalter im Flur ab und dienstags Herd und Spüle in der Küche. So verhindern Sie, dass sich Schmutz festsetzt, und sparen sich die Wochenendarbeit. Übrigens: Deutsche Supermärkte (DM, Rossmann) bieten hervorragende Sets mit Mikrofasertüchern in verschiedenen Farben für jede Zone an – das verhindert die Übertragung von Bakterien von der Toilette auf die Küchenarbeitsplatte.

Ein Lifehack, der Ihnen Stunden spart: Trennen Sie sich von unnötigen Dingen. Die deutsche Tradition des Ausmistens funktioniert hervorragend. Gehen Sie einmal pro Saison Ihre Schränke durch und werfen Sie alles, was Sie in den letzten sechs Monaten nicht benutzt haben, rigoros weg oder bringen Sie es zum Gebrauchtwarenladen. Weniger Dinge bedeuten weniger Staub, weniger Abwasch und weniger Umräumen. Das gilt insbesondere für Küchenutensilien (haben Sie wirklich drei Reiben und zwei Kartoffelschäler?) und Kleidung, die „nur für alle Fälle“ aufgehängt ist. Nach so einer Bestandsaufnahme wird Putzen weniger zur lästigen Pflicht und mehr zur angenehmen Routine.

Für alle, die in alten deutschen Häusern mit hohen Decken und Stuckfassaden leben, kann die Staubbekämpfung ein echter Albtraum sein. Ein einfacher Trick: Verwenden Sie eine normale, weiche Kleiderbürste, die Sie an einem langen Moppstiel befestigen, um schwer zugängliche Stellen zu schrubben. Um das Absetzen von Staub zu verlangsamen, geben Sie einen Esslöffel Weichspüler ins Wischwasser – er neutralisiert die statische Aufladung und verhindert so, dass Staub angezogen wird. Diese Methode ist besonders im Winter hilfreich, wenn die trockene Luft von Heizkörpern die statische Aufladung verstärkt.

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