Deutsche Wohnungen, besonders in Großstädten, bieten selten beeindruckende Wohnflächen. Typischerweise haben sie hohe Decken, aber kleine Zimmer, oder sie verfügen über clevere Grundrisse, bei denen jeder Zentimeter zählt. Doch beengte Räume sind kein Grund zur Verzweiflung, sondern eine Herausforderung für Ihre Fantasie. Die erste Regel: Nutzen Sie den vertikalen Raum. Deckenregale (zum Beispiel von IKEA oder der deutschen Serie Raumplus) sind ideal für Saisonkleidung, Koffer oder Bücher, die nicht täglich benötigt werden. Im Flur hängen Sie Haken über die gesamte Wandhöhe: von Kinderrucksäcken unten bis zu Jacken oben. Im Badezimmer eignen sich Eckregale über der Toilette, die nicht im Weg sind, aber viel Platz für Shampoo und Duschgel bieten.
Der zweite Lifehack, der bei deutschen Innenarchitekten beliebt ist, sind wandelbare Möbel. Ein Klappbett, ein ausklappbarer Esstisch und ein Couchtisch mit Schubladen sind nur einige Beispiele. Sie müssen keine teuren Systeme kaufen – Sie können gewöhnliche Möbel umfunktionieren. Flache Aufbewahrungsboxen aus Kunststoff für Schuhe oder Bettwäsche passen beispielsweise perfekt unter ein Bett mit hohem Lattenrost (mindestens 30 cm). In Deutschland sind sie bei Tchibo oder Woolworths erhältlich. Eine weitere Möglichkeit: Hängeregale über der Tür – dort ist oft ungenutzter Platz, der sich für Kisten mit selten benötigten Gegenständen eignet.
Die Regel „Eine Fläche, eine Funktion“ hilft, optische Unordnung zu vermeiden. Ihre Küchenarbeitsplatte sollte nicht als Ablagefläche für Toaster, Kaffeemaschine, Brotkasten und drei Müslidosen dienen. Bewahren Sie nur Dinge auf, die Sie täglich benutzen. Verstauen Sie den Rest in Schränken. Nutzen Sie auch die Innenseiten der Schranktüren: Dort können Sie Organizer für Deckel, Gewürze und Beutel aufhängen. Im Badezimmer können Sie Magnetband an die Schranktür kleben – ideal für Nagelscheren, Nagelfeilen und kleine Behälter mit Wattepads. Deutsche Baumärkte (z. B. Obi, Hornbach) bieten spezielle Türablagen an – ein Muss für kleine Badezimmer.
Für die Aufbewahrung von Kleidung empfiehlt sich das Prinzip der vertikalen Sortierung. Statt T-Shirts zu stapeln, rollen Sie sie zusammen und stellen Sie sie senkrecht in eine Schublade – so haben Sie alles im Blick und die Stapel bleiben ordentlich. Verwenden Sie Schubladeneinsätze (die lassen sich leicht selbst aus Pappe basteln oder bei Action kaufen). Hängen Sie niemals etwas, das sich falten lässt, in den Schrank: Kleiderbügel nehmen zwei- bis dreimal so viel Platz weg wie ein ordentlicher Stapel oder eine Rolle. Für Saisonkleidung eignen sich Vakuumbeutel: Daunenjacken und Pullover lassen sich damit auf Buchgröße komprimieren. Vakuumpumpen gibt es in jedem Supermarkt, und die Beutel selbst sind sogar bei Aldi für ein paar Euro erhältlich.
