Anti-Aging-Ernährung: Welche Lebensmittel verlängern die Jugendlichkeit Ihrer Haut?

von Silke Schubert

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Wenn es um die Erhaltung der Jugendlichkeit geht, greifen viele deutsche Frauen sofort zu Retinol oder Botox. Doch Dermatologen aus Heidelberg und München betonen immer wieder: Anti-Aging-Pflege beginnt nicht in der Kosmetiktasche, sondern auf dem Teller. Die Haut spiegelt wider, was in unserem Magen-Darm-Trakt vor sich geht. Wer Hunderte von Euro für Luxusseren ausgibt, aber verarbeitete Supermarktprodukte wie Fertigsaucen oder Weißbrot isst, wird keine Wunder erleben. Wahre Anti-Aging-Wirkung kommt nicht von Injektionen, sondern von bestimmten Nährstoffen, die auf Zellebene wirken, oxidativen Stress reduzieren und Entzündungen hemmen. Dies gilt insbesondere für die deutsche Bevölkerung, deren Ernährung traditionell reich an Fleisch und Backwaren ist, wo aber auf jedem Markt eine riesige Auswahl an Bio-Gemüse zu finden ist.

Beginnen wir mit dem wirksamsten natürlichen Hautreiniger: Sulforaphan. Dieser Wirkstoff ist in Brokkoli, insbesondere in Brokkolisprossen, enthalten. Deutsche Studien (wie beispielsweise jene des Instituts für Ernährung in Düsseldorf) zeigen, dass Sulforaphan in den Zellen schützende Enzyme aktiviert, die UV-Schäden und Toxine neutralisieren. Vereinfacht gesagt: Regelmäßiger Brokkoli-Konsum (vorzugsweise leicht gedünstet statt gekocht) beugt lichtbedingter Hautalterung vor, der Hauptursache für Falten bei hellhäutigen Europäern. Auch Blumenkohl und Grünkohl, die in Deutschland ganzjährig erhältlich sind, gehören dazu. Tipp: Für einen verstärkten Effekt streuen Sie Senfkörner oder Radieschen über das Gericht – diese enthalten Myrosinase, ein Enzym, das die Aufnahme von Sulforaphan verdreifacht.

Die zweite Säule einer Anti-Aging-Ernährung sind Omega-3-Fettsäuren. Die deutsche Ernährung, reich an Wurst und Käse, weist oft ein Ungleichgewicht zwischen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren auf, was zu chronischen Entzündungen und in der Folge zu einem Verlust der Hautelastizität führt. Abhilfe schaffen fettreiche Kaltwasserfische wie Makrele, Hering und Lachs. In Deutschland kann man frischen Fisch in jedem Metro-Supermarkt oder auf dem Hamburger Fischmarkt kaufen. Es gibt aber auch eine vegetarische Alternative: Leinöl und Chiasamen, die man Müsli oder Joghurt beifügt. Eine zwei- bis dreimonatige Kur mit täglich einem Esslöffel Leinöl (kaltgepresst, z. B. von der Ölmühle Solling) regeneriert die Lipidbarriere, reduziert Schuppenbildung und macht die Haut elastischer. Ein weiterer Vorteil: Omega-3-Fettsäuren helfen auch gegen Akne bei erwachsenen Frauen, die häufig mit hormonellen Veränderungen ab 35 Jahren einhergeht.

Antioxidantien sind natürlich die Basis. Aber es ist nicht nur das Vitamin C in Orangen, das schnell abgebaut wird. Denken Sie auch an das Lycopin in Tomaten. Deutsche Wissenschaftler haben herausgefunden, dass wärmebehandelte Tomaten (zum Beispiel in Tomatenmark oder -soße) sechsmal mehr Lycopin freisetzen als frische. Selbst eingemachte Tomaten oder italienisches Tomatenmark sind in Deutschland beliebt. Lycopin lagert sich in der Haut an und wirkt als innerer Lichtschutzfaktor, wodurch das Risiko von Sonnenbrand und Pigmentflecken reduziert wird. Geben Sie etwas natives Olivenöl extra hinzu – es fördert die Lycopinaufnahme. Ein einfaches Rezept: Jeden Morgen einen Löffel zuckerfreies Tomatenmark mit einem Tropfen Öl auf Vollkornbrot streichen. Dies hilft gegen Krähenfüße.

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