Ein Wellness-Ritual für zu Hause: Wie Sie Ihre Routine in ein Vergnügen verwandeln und die Hautalterung verlangsamen

von Silke Schubert

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Im hektischen Alltag Deutschlands, mit Arbeitsterminen und Wochenendausflügen mit dem Fahrrad oder Besuchen, betrachten wir unsere abendliche Hautpflege oft als lästige Pflicht: Gesicht waschen, eincremen und ab ins Bett. Doch betrachtet man diesen Prozess aus einem anderen Blickwinkel, kann er zu einem wirkungsvollen Anti-Aging-Mittel und einem effektiven Stressabbau werden. In Deutschland, wo die Wellnesskultur (Wellnesszentren, Saunen und Thermalbäder) hoch entwickelt ist, unterschätzen viele, wie einfach es ist, in nur 20 Minuten ein komplettes Wellness-Ritual im eigenen Badezimmer zu kreieren. Und die Wirkung dieses Ansatzes ist nachhaltiger als jede monatliche Schönheitsbehandlung, denn Regelmäßigkeit und emotionale Anregung wirken wahre Wunder für die Jugendhormone.

Beginnen Sie mit der Schaffung einer angenehmen Atmosphäre. Deutsche lieben Funktionalität, aber Schönheit braucht ein wenig Chaos und sinnliche Genüsse. Zünden Sie ein paar Kerzen an (in Deutschland gibt es eine große Auswahl an natürlichen Sojakerzen bei DM oder in Geschäften wie Depot) und spielen Sie leise Musik – zum Beispiel Waldgeräusche oder klassische Musik. Die Temperatur im Badezimmer sollte warm, aber nicht stickig sein, etwa 23 Grad Celsius. Ganz wichtig: Legen Sie Ihr Handy weg. Studien des Instituts für Schlafmedizin in Berlin haben gezeigt, dass allein die Anwesenheit eines Smartphones im Sichtfeld den Cortisolspiegel erhöht. Und Cortisol zerstört Kollagenfasern. Eine 20-minütige digitale Auszeit vor dem Schlafengehen ist also kein Luxus, sondern eine Investition in straffe Gesichtshaut. Bereiten Sie alle benötigten Utensilien vor: Reinigungsöl, ein sanftes Peeling (das Sie ganz einfach selbst aus Kaffeesatz und Honig herstellen können), eine Tuchmaske oder Heilerde.

Der erste Schritt des Rituals ist eine gründliche, aber sanfte Reinigung von Gesicht und Dekolleté. Deutsches Leitungswasser ist oft gechlort, verwenden Sie daher Thermalwasser (zum Beispiel von der Marke SANS SOUCI aus Baden-Baden) oder gefiltertes Wasser. Die richtige Technik ist wichtig: Tragen Sie das hydrophile Öl nicht mit reibenden, sondern mit tupfenden Bewegungen auf – klopfen Sie es mit den Handflächen sanft auf Ihr Gesicht, als würden Sie Fingerabdrücke machen. Das fördert die Mikrozirkulation, ohne die Haut zu dehnen. Anschließend das Öl mit warmem Wasser emulgieren und abspülen. Reinigen Sie Ihr Gesicht danach erneut mit einem Schaumreiniger, der Kamille oder Ringelblume enthält. Wischen Sie Ihr Gesicht anschließend unbedingt mit einem alkoholfreien Gesichtswasser ab, aber verwenden Sie kein Wattepad; sprühen Sie es einfach auf und tupfen Sie es mit den Fingerspitzen trocken. Dieser kleine Trick bewahrt den Hydrolipidfilm der Haut.

Und nun zum besten Teil: eine Dampfmassage mit natürlichen Ölen. Bringen Sie einen Topf Wasser zum Kochen und geben Sie ein paar Tropfen Lavendelöl (beruhigend) oder Rosmarinöl (belebend) hinzu – diese Öle sind beispielsweise in jeder deutschen Apotheke von Primavera erhältlich. Decken Sie sich mit einem Handtuch ab und inhalieren Sie den Dampf 3–4 Minuten lang. Dadurch öffnen sich die Poren und die Haut wird optimal auf die Aufnahme der Wirkstoffe vorbereitet. Aber übertreiben Sie es nicht: 2 Minuten reichen für trockene und empfindliche Haut, bis zu 5 Minuten für fettige Haut. Tragen Sie nach dem Dampfbad eine Tonmaske auf (grüne Tonerde von Luvos, einer deutschen Marke, ist als Pulver erhältlich). Mischen Sie sie mit Joghurt oder Aloe vera, um ein Austrocknen zu verhindern. Während die Maske einwirkt (5–7 Minuten), pflegen Sie Ihre Hände: Tragen Sie eine nährende Creme auf und ziehen Sie Baumwollhandschuhe an – ein beliebter Trick deutscher Beauty-Blogger für weiche Nagelhaut.

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