Geheimnisse strahlender Haut: So passen Sie Ihre Hautpflege an das urbane Leben in Deutschland an

von Silke Schubert

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Die richtige Hautpflege in Deutschland ist eine ganz andere Sache. Ein häufiger Fehler ist, morgens vor dem Aufenthalt im Freien eine reichhaltige Creme aufzutragen. Tatsächlich erleidet die Haut bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und 22 °C Raumtemperatur einen Hitzeschock. Am besten eignet sich tagsüber eine leichte Emulsion oder ein Gel auf Wasserbasis mit Hyaluronsäure und abends eine reichhaltigere Pflege mit Ceramiden und Squalan. Deutsche Naturkosmetikmarken wie Dr. Hauschka oder Martina Gebhardt sind empfehlenswert: Ihre Nachtcremes enthalten oft Bienenwachs und Avocadoöl, die eine atmungsaktive Barriere bilden. Alkoholhaltige Gesichtswasser und aggressive Peelings sollten hingegen vermieden werden – sie erhöhen den transepidermalen Wasserverlust und lassen die Haut bis zum Mittag glänzen.

Vergessen Sie den Sonnenschutz nicht, auch im bewölkten Hamburg oder Köln. Ultraviolettes Licht durchdringt Wolken, und in Deutschland sind die UVA-Strahlen aufgrund der geografischen Breite von März bis Oktober am aktivsten. Viele deutsche Dermatologen empfehlen daher, ganzjährig Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 30+ zu verwenden. Wichtig ist die Wahl einer Textur, die auch bei kaltem Wind gut haftet. Beispielsweise eignen sich wasserbasierte Sonnenschutzmittel mit den Kennzeichnungen „mattierend“ oder „feuchtigkeitsspendend“ von SunDance (eine günstige Option) oder die höherwertige Marke Ultrasun. Tragen Sie die Creme 20 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien auf, damit sich ein gleichmäßiger Film bilden kann. Wenn Sie einen längeren Spaziergang im Wald oder Park planen (Deutsche fahren gerne Rad), fixieren Sie Ihre Sonnencreme mit einem leichten Puder, damit sie nicht durch Schal oder Kragen abgerieben wird.

Für die Hautpflege von innen bieten deutsche Apotheken eine gute Auswahl an Nahrungsergänzungsmitteln. Übertreiben Sie es aber nicht. Statt teurer Kollagen-Shakes sind Zink und Vitamin D3 empfehlenswert – 60 % der deutschen Bevölkerung leiden aufgrund des geringen Sonnenlichts im Winter an einem Mangel an Vitamin D3. Preiswerte und wirksame Tropfen von ZeinPharma oder auch normales Fischöl von Lidl helfen, die Elastizität der Haut zu erhalten. Es lohnt sich außerdem, regionales und saisonales Obst und Gemüse in den Speiseplan einzubauen: Grünkohl – ein Vitamin-K- und Antioxidantien-Lieferant, Sauerkraut (ein natürliches Probiotikum für reine, unreine Haut) und Kürbiskerne, reich an Zink. Diese einfachen Gewohnheiten wirken besser als jedes 100-Euro-Serum.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Schlafqualität und das Raumklima in Ihrem Schlafzimmer. In Deutschland ist es üblich, Räume intensiv zu lüften (das berühmte „Stoßlüften“), was zwar gut tut, aber die Luftfeuchtigkeit verändert. Stellen Sie einen Luftbefeuchter neben Ihr Bett – ein einfaches Modell für 20 Euro von MediaMarkt reicht völlig aus. Verwenden Sie vor dem Schlafengehen eine Creme mit Retinol oder Bakuchiol (eine pflanzliche Alternative, die von deutschen Öko-Marken stark beworben wird). Führen Sie die Anwendung langsam ein: ein- bis zweimal pro Woche, indem Sie die Creme mit einer Feuchtigkeitscreme mischen, um Schuppenbildung durch trockene Luft vorzubeugen. Das Ergebnis – ein ebenmäßiger Teint und das Verschwinden feiner Linien – ist nach 6–8 Wochen sichtbar.

Und noch ein Tipp: Kaufen Sie nicht ständig neue Produkte. Deutsche Haut reagiert oft empfindlich auf Duftstoffe und Konservierungsmittel. Wählen Sie stattdessen eine Basispflege mit 3–4 Produkten (Reinigung, Feuchtigkeitspflege, Sonnenschutz und Nachtcreme) einer vertrauenswürdigen Drogeriemarkenmarke.

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