Quietschende Türen oder klemmende Fenstergriffe sind typische Altbau-Probleme. Ein Quietschen lässt sich durch einen Tropfen Maschinenöl oder sogar normales Sonnenblumenöl auf das Scharnier beseitigen. Schließt die Tür jedoch nicht oder klemmt das Schloss, rufen Sie nicht sofort einen Schlüsseldienst. Entfernen Sie den Griff (meist befindet sich darunter eine kleine Inbusschraube), ziehen Sie das Schlüsselloch heraus und schmieren Sie den Mechanismus mit Graphitfett (erhältlich in Tuben bei Bauhaus). Verwenden Sie niemals WD-40 für Schlösser – es zieht Staub an und verschlimmert das Problem mit der Zeit. Bei Fenstergriffen lockert sich die Schraube unter der Zierleiste oft mit der Zeit – ziehen Sie sie einfach mit einem Schraubendreher fest.
Das Einstellen von Türen und Fenstern ist etwas anderes. Deutsche Kunststofffenster verfügen über Lüftungseinstellungen (durch Hochziehen des Griffs), aber mit der Zeit kann es zu Zugluft kommen. Rufen Sie nicht gleich einen Fachmann: Am Ende des Fensterflügels befinden sich Exzenter (markierte Metallschrauben). Drehen Sie diese mit einem Inbusschlüssel (meist 4 mm) so, dass die Markierung nach innen zeigt, um den Anpressdruck zu erhöhen. Das ist eine kostenlose und schnelle Lösung, die Zugluft beseitigt und Ihre Heizkosten senkt. Bei Holzfenstern tragen Sie ein spezielles Dichtmittel (selbstklebender Schaum oder Silikonband) auf den Rahmen auf. Das kostet nur wenige Cent und ist in fünf Minuten erledigt.
Wände und kleinere Schönheitsreparaturen: In deutschen Mietwohnungen ist Bohren oft verboten, aber Sie möchten trotzdem ein Bild oder ein Regal aufhängen? Verwenden Sie Klebehaken (z. B. Tesa Powerstrips) – sie halten bis zu 5 kg und lassen sich spurlos entfernen. Falls Sie ein Loch bohren und es vor Ihrem Auszug reparieren möchten, besorgen Sie sich eine Tube Reparaturspachtel. Die weiße Spachtelmasse trocknet innerhalb einer Stunde. Geben Sie sie in das Loch, glätten Sie sie mit einem Spachtel (oder einer alten Plastikkarte) und schleifen Sie sie nach dem Trocknen mit feinem Schleifpapier ab. Niemand wird es bemerken. Für abgeplatzte Fliesen im Badezimmer verwenden Sie ein spezielles Emaille-Reparaturset; es ist in der Sanitärabteilung für 5–7 Euro erhältlich.
Und noch ein Tipp: Vorbeugen ist besser als reparieren. Überprüfen Sie alle sechs Monate die Siphons unter den Waschbecken und ziehen Sie die Anschlüsse manuell fest, um Lecks zu vermeiden. Reinigen Sie das Sieb Ihrer Waschmaschine (es befindet sich unter der kleinen Tür) – ein verstopftes Sieb kann zu einem Leck führen. Und zu Beginn der Heizperiode sollten Sie unbedingt die Heizkörper entlüften: Nehmen Sie einen Entlüftungsschlüssel (oder einen Schlitzschraubendreher), schrauben Sie das Ventil am Heizkörperende so weit auf, bis Wasser austritt, und schrauben Sie es dann wieder fest. Dadurch wird der gesamte Heizkörper gleichmäßig erwärmt und Sie sparen bis zu 15 % Heizkosten. All diese einfachen Schritte erfordern keine besonderen Kenntnisse, erhöhen aber den Wohnkomfort und entlasten den Geldbeutel Ihrer Familie erheblich.
