Die Indie-Revolution: Warum kleine Studios Spiele mit großem Herz entwickeln

von Silke Schubert

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Auch der April bringt einige neue Indie-Titel. Zum Beispiel Scott Pilgrim EX – die Kult-Franchise kehrt im klassischen Beat-’em-up-Format zurück. Diesmal muss Scotts Gang Toronto vor Veganern, Robotern und Dämonen verteidigen. Das Spiel bietet einen Koop-Modus für bis zu vier Spieler, atemberaubende Pixelgrafik und die Möglichkeit, zum ersten Mal in die Rolle von Ramonas ehemaligen Bösewichten zu schlüpfen. Ghetto Zombies: Graffiti Squad ist ein farbenfroher Top-Down-Shooter aus Brasilien, in dem man eine Gruppe mutierter Kinder steuert, die mit verrückten Waffen – von Ketchup-Blastern bis hin zu Boxhandschuhen mit Federmechanismus – Zombies bekämpfen. Neben dem Schießen müssen die Spieler ihr Territorium mit Graffiti markieren, um die Stadt zu säubern.

Für Fans von taktischen Strategie- und Simulationsspielen gibt es einige Perlen. Showgunners kombiniert dystopische Fantasy mit taktischer Strategie im Stil von Running Man. Man spielt Scarlett, eine Teilnehmerin einer brutalen Reality-Show, in der jeder Zug in rundenbasierten Kämpfen von den Zuschauern bewertet wird. Laysara: Summit Kingdom ist eine Stadtsimulation, in der man eine Stadt an den Hängen hoch aufragender Berge errichtet, vertikale Lieferketten managt und die Bewohner vor Lawinen schützt. Sumerian Six ist ein Echtzeit-Taktikspiel, das in einem alternativen Zweiten Weltkrieg spielt. Ein Team von Wissenschaftlern versucht darin, die Nazis daran zu hindern, okkulte Kräfte zu erlangen. Jeder Held verfügt über einzigartige Fähigkeiten, darunter die, sich in einen Bären zu verwandeln.

Die Indie-Szene bietet neben anspruchsvollen Simulationen und Taktikspielen auch gemütliche Projekte zum Entspannen. Bubblegum Galaxy beispielsweise ist ein gemütliches Puzzlespiel über den Katzenarchitekten Gako, der versehentlich eine ganze Galaxie gelöscht hat. Nun muss er Planeten wiederaufbauen, indem er Kacheln auf einem Raster verbindet. Das Spiel ist für seinen einzigartigen Humor und seine originellen Charaktere bekannt. Minos interpretiert das Tower-Defense-Genre neu: Ziel ist es, die Helden daran zu hindern, den Minotaurus zu töten, indem man ein Labyrinth baut, Fallen stellt und den Weg des Gegners verändert. Der Minotaurus kann auch selbst kämpfen und seine Verteidigungsmechanismen wieder aufladen. Ein großartiges Beispiel dafür, wie selbst alte Genres auf den Kopf gestellt werden können.

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