Auch der Balkan sollte nicht außer Acht gelassen werden. Montenegro ist auch 2025 noch eine erschwingliche Option für alle, die Meer- und Bergblick zu deutlich niedrigeren Preisen als am Mittelmeer suchen. Die Bucht von Kotor bietet im Vergleich zu den norwegischen Fjorden Unterkünfte ab 25 € pro Nacht. Ein Mittagessen in einer lokalen Konoba (traditionelle Taverne) kostet 10–12 €. Montenegro ist ideal, da man hier einen Strandurlaub mit aktiven Ausflügen verbinden kann: Sonnenbaden an der Adria und die Besteigung einer mittelalterlichen Festung an einem einzigen Tag. Zudem ist die Einreise visumfrei, was spontane Reisen erleichtert. Einziger Nachteil: Die Flugpreise können höher sein als in andere europäische Länder, aber bei frühzeitiger Buchung lassen sich gute Angebote finden.
Auch Bulgarien ist ein Land mit angenehm niedrigen Preisen. Hier finden Sie alles, von den Sandstränden des Schwarzen Meeres bis zu den Skigebieten um Bansko und Borovets. Die Hauptstadt Sofia besticht durch ihre Mischung aus sowjetischem Brutalismus und gemütlichen Gassen mit römischen Ruinen mitten im Zentrum. Die Preise für Essen und Trinken gehören hier zu den niedrigsten in Europa: Eine Tasse Kaffee kostet etwa 1,50 Euro, ein komplettes Abendessen mit Wein 15 Euro. An der Küste, beispielsweise in Sonnenstrand oder Goldstrand, ist die touristische Infrastruktur gut ausgebaut, die Preise sind aber deutlich niedriger als in Spanien oder Italien. Für Deutsche ist Bulgarien besonders attraktiv, da es Direktflüge von den meisten größeren Städten gibt und in der Sommersaison auch Charterflüge verfügbar sind.
Wenn Sie in Europa etwas Exotisches suchen, sollten Sie Albanien und Nordmazedonien in Betracht ziehen. Laut deutschen Tourismusberichten zählen diese Länder regelmäßig zu den günstigsten Reisezielen. Albanien bietet eine Küste am Ionischen Meer, die genauso schön ist wie die griechische, aber deutlich günstiger. Und in Nordmazedonien ist der Ohridsee unbedingt einen Besuch wert – einer der ältesten und tiefsten Seen Europas und UNESCO-Welterbestätte. Die Preise sind hier so niedrig, dass man sie fast für einen Fehler hält: Eine ganze Villa am Seeufer zu mieten, kostet so viel wie eine Übernachtung in einem Hostel in Berlin. Zugegeben, die Infrastruktur ist hier weniger ausgebaut, aber genau das verleiht der Reise ihren besonderen Charme und ihre Authentizität.
Und noch ein Tipp für alle, die sparen möchten, ohne Westeuropa zu verlassen: Nutzen Sie Nachtzüge und -busse. Mit dem Zug von Deutschland nach Wien oder Prag zu fahren, ist günstiger als ein Hotelaufenthalt, wenn Sie einen Sitzplatz oder eine Liege im Mehrbettwagen wählen. Außerdem sparen Sie Zeit im Tageslicht und vermeiden lange Wartezeiten an Bord. Abonnieren Sie Newsletter von Billigfluggesellschaften und scheuen Sie sich nicht, in der Nebensaison zu reisen: September und Mai sind ideal für günstige Europareisen. Es ist dann noch warm, aber die Preise sind im Vergleich zur Hochsaison bereits um die Hälfte gesunken.
